Die Wohnfarbpsychologie beschäftigt sich mit dem Verhalten und Erleben der Menschen im Wohnraum. Farben spielen dabei neben der eigenen Persönlichkeit und den Gebäudegegebenheiten eine große Rolle. Sie können den Raum größer oder kleiner erscheinen lassen. Sie beeinflussen Gefühle und können Gefühle erzeugen. Sie können ihr subjektives Wohlbefinden steigern.
Die Wirkung derselben Farben ist abhängig vom Objekt. So ist Silber eine beliebte Autofarbe, im Wohnbereich jedoch weniger beliebt. Braun lehnen die meisten Menschen ab, wenn sie nur die Farbe beurteilen sollen. Im Wohnbereich ist braun jedoch eine weit verbreitete Farbe.
Die Wohnfarbpsychologie beschäftigt sich mit der Wirkung der Farben in der Wohnung auf den Menschen. Menschen sind jedoch sehr unterschiedlich. Menschen unterscheiden sich in vielen Merkmalen. z.B. Alter, sozialer Herkunft, Persönlichkeitsstruktur, Geschlecht und vieles mehr. Ein und dieselbe Farbe wirkt auf diese Untergruppen unterschiedlich.
Auch die Eigenarten des Raumes wirken sich auf die Wirkung der Farben aus. Beispiele hierfür sind die Höhe, der Wohnungsschnitt, der Tageslichteinfall, vorhandene Einrichtungsgegenstände und vieles mehr.
Nicht zuletzt spielt der Nutzungszweck des Wohnraumes eine gewisse Rolle. Handelt es sich um einen Arbeitsraum oder einen Ruheraum oder um einen Vorratsraum?
Auch negative Auswirkungen der Lage des Raumes im Haus ( Dachgeschoss, Keller, Erdgeschoss ) kann durch unterschiedliche Farbgebung kompensiert werden.
Gesundheitliche Faktoren können durch bestimmte Farben beeinflußt werden. Depressionen, niedriger Blutdruck, Ängste usw.
Nicht zuletzt können soziale Beziehungen durch Farbgebung des Wohnraumes gefördert oder reduziert werden.