Wohnfarben nehmen Einfluss auf das Wohnempfinden. Wer in seinem Wohnbereich Ausgeglichenheit und Erholung sucht, der wird früher oder später bei sanften Farben landen.
Sanfte Farben wirken weich und dezent. Sie gliedern sich harmonisch in das sonstige Wohnambiente ein. Dabei spielt weniger der eigentliche Farbton eine Rolle, sondern mehr die Gesamtkomposition mit den anderen Einrichtungsgegenständen.
Sanfte Farben drängen sich dem Bewohner und Besucher nicht auf, sie sind vorhanden ohne zu imponieren. Leichte Strukturierungen können Pastelltönen etwas Leichtes und Träumerisches geben.
Sanft sind aber auch kräftigere Farbtöne, wenn die den vorgegebenen Raum nicht aufteilen, sondern integrieren. wenn der Wohnraum oder das Zimmer als zusammengehörige, Einheit wahrgenommen wird, die zum Relaxen einlädt, dann ist der richtige sanfte Farbton getroffen.
Unter den sanften Wohnfarben sind kaum Farbtröne zu finden, die mit Begriffen wie rot, blau, grün oder gelb bezeichnet werden können. Es sind Mischtöne wie sie in der Natur auch vorkommen und eher dem Lichtspiel am Morgen, am Abend oder im Herbst entsprechen.
Die Farben wirken dann etwas diffus, wie durch einen Softfilter einer Fotokamera aufgenommen. Dieses zerstreute Licht ermöglicht es dem Menschen sich von der Welt etwas in sich selber zurück zu ziehen und sich von der Hektik des Tagesgeschehens langsam zu distanzieren und wieder zu sich selber zu finden ohne egozentrisch zu werden, sozusagen in sich zu schwingen.
In der Netzhaut sind verschiedene Rezeptoren, die für die Farbwahrnehmung verantwortlich sind. Bei den klaren Farben, werden nur bestimmte Rezeptoren angesprochen, die dann intensive Signale an das Gehirn senden. Bei diffusen, sanften Farben, werden alle Rezeptoren, allerdings auf niedrigerem Niveau angesprochen.